VAE wählen erste Frau als Astronautin aus | Aktuell Nahost | DW

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Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) lassen nach eigenen Angaben die erste arabische Frau zur Astronautin ausbilden. Nura al-Matruschi sei gemeinsam mit einem Kollegen aus mehr als 4000 Bewerbern für ein Programm der US-Raumfahrtbehörde NASA ausgewählt worden, schreibt der emiratische Vizepräsident und Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum auf Twitter. “Wir zählen darauf, dass sie den Namen der Emirate in den Himmel heben.”

Al-Matruschi, die 1993 geboren wurde, studierte Maschinenbau und war in der Jugenddelegation der Vereinten Nationen, wie der Scheich auf seiner Website mitteilt. Die beiden angehenden Astronauten würden am Johnson Space Center im US-amerikanischen Houston in bemannter Raumfahrt und Raumfahrtforschung geschult. Auch ein Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS sei Teil der Ausbildung.

Image-Politur in der Schwerelosigkeit

Nach Angaben des emiratischen Raumfahrtprogramms waren ein Drittel der Bewerber für das NASA-Ausbildungsprogramm in Zusammenarbeit mit den VAE Frauen. Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren unter anderem mit Intelligenztests, medizinischen Untersuchungen und Interviews.

Die Emirate treiben ihr Raumfahrtprogramm intensiv voran. So schickten sie als erstes arabisches Land eine Raumsonde zum Mars. Dahinter dürfte auch das Bemühen stehen, Investoren aus dem Ausland anzulocken und das Image des Landes aufzupolieren. Kritikern zufolge sind die Menschenrechte in dem Golfstaat stark eingeschränkt. Frauen sind im Rechtssystem, etwa bei Eheschließung, Scheidung und Erbschaftsangelegenheiten, benachteiligt.

VAE Raumfahrt | Jubel

Jubel in Dubai: Die VAE-Sonde “Hoffnung” trat im Februar in eine Mars-Umlaufbahn ein (Archivbild)

Für internationale Schlagzeilen sorgte der Umgang des Herrscherhauses in Dubai mit zwei Töchtern des Scheichs. Prinzessin Latifa wird laut eigener Aussage nach einem missglückten Fluchtversuch im Februar 2018 in einer Villa festgehalten. Erst am Freitag hatte das UN-Menschenrechtsbüro in Genf erneut ein Lebenszeichen von ihr und direkten Zugang verlangt, “um frei und allein mit ihr zu sprechen”, wie eine Sprecherin erklärte. Die gleiche Forderung gelte auch für eine ältere Schwester Latifas, die im Jahr 2000 im britischen Cambridge entführt und nach Dubai zurückgebracht wurde.

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jj/qu (dpa, ap)




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