Venedig drängt Kreuzfahrtschiffe an den Rand | Aktuell Europa | DW

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In einer gemeinsamen Erklärung der Ministerien für Kultur, Tourismus, Umwelt und Infrastruktur heißt es, auf diese Weise solle ein historisches und kulturelles Erbe nicht nur Italiens, sondern der ganzen Welt geschützt werden. Nach Regierungsangaben müssen Kreuzfahrtschiffe übergangsweise im Industriehafen der norditalienischen Stadt vor Anker gehen.

Außerdem hätten die vier beteiligten Minister beschlossen, einen Ideenwettbewerb zu starten, um das Problem der Durchfahrt von großen Schiffen in Venedig strukturell und endgültig zu lösen, hieß es weiter. Versuche in dieser Richtung gab es in den vergangenen Jahren bereits einige. Die zündende Idee fehlt bislang. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa soll ein neues Kreuzfahrtterminal außerhalb der Lagune der historischen Stadt geschaffen werden.

Italien Venedig Kreuzfahrtschiff fährt durch Lagune

Passage eines Kreuzfahrtschiffs durch die Stadt (Archivbild)

Vor der Corona-Pandemie waren mit den Kreuzfahrtschiffen jedes Jahr Millionen Besucher in die Lagunenstadt geströmt, in der dauerhaft nur noch etwa 50.000 Menschen leben. Von den riesigen Schiffen verursachte Wellen schaden den Fundamenten der zum Weltkulturerbe gehörenden Lagunenstadt Venedig und bedrohen das sensible ökologische Gleichgewicht in der Lagune. Die extrem nahe vor der Küste fahrenden Schiffe stellen zudem eine Gefahr für andere Schiffe dar.

Italien Venedig - Kreuzfahrtschiffe vor dem Markusplatz

Gondoliere vor dem Markusplatz – gegenüber, vor der Guidecca – ein Kreuzfahrtkoloss (Archivbild)

Vor der Corona-Pandemie liefen pro Jahr mehr als 500 Kreuzfahrtschiffe Venedig an. Insbesondere zwischen Mai und Oktober fuhren die großen Passagierschiffe durch den vergleichsweise schmalen Kanal von Giudecca, um den Gästen einen uneingeschränkten Blick auf die Sehenswürdigkeiten wie den Markusplatz bieten zu können.

Die Corona-Pandemie verschaffte Venedig eine Atempause vom Massentourismus, unabhängig von der Anreiseart der Gäste. Die Kehrseite: Auch die Einnahmen aus dem Tourismus fehlen, wie an den Urlaubszielen weltweit.

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qu/sti (afp, dpa)




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