Verdacht auf Afrikanische Schweinepest in Deutschland | Aktuell Deutschland | DW

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In Brandenburg gibt es einen amtlichen Verdacht auf die Afrikanische Schweinepest (ASP). Das teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Ein Wildschwein-Kadaver sei wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Spree-Neiße-Kreis gefunden worden. Eine Probe des toten Tieres werde jetzt im Friedrich-Loeffler-Institut virologisch untersucht. Bundesministerin Julia Klöckner werde am Donnerstag über das Ergebnis informieren.

Die Afrikanische Schweinepest ist hoch ansteckend für Haus- und Wildschweine und endet meist tödlich. Für Menschen hingegen sind die Viren der Tierseuche ungefährlich. Sie wird von Wildschweinen übertragen.

Der Sprecher des Verbraucherschutzministeriums Brandenburg, Gabriel Hesse, sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Wir haben heute einen amtlichen Verdachtsfall für Afrikanische Schweinepest festgestellt.” Erst wenn das nationale Referenzlabor den Verdacht ebenfalls bestätige, könne von einem Ausbruch gesprochen werden. Das Landeskrisenzentrum und die kommunalen Krisenzentren seien aktiviert. Erste Maßnahmen zum Schutz würden vorbereitet. Ein fester Schutzzaun im Kreis Spree-Neiße an der Grenze zu Polen war geplant, ist aber noch nicht gebaut. Ein mobiler Zaun steht dort bereits.

Stetige Ausbreitung in Europa

Die Afrikanische Schweinepest hat sich in den vergangenen Jahren im Bestand der Wildschweine in Europa kontinuierlich weiter in Richtung Südwesten ausgebreitet. Für Deutschland besteht ein hohes Risiko der Einschleppung. Im Januar hatte sich die Bundesregierung besorgt gezeigt über die Ausbreitung der Schweinepest im polnischen Grenzgebiet zu Deutschland.

Die Krankheit ist bei Schweine-Züchtern gefürchtet. Denn die wirtschaftlichen Auswirkungen wären im Seuchenfall wahrscheinlich gravierend. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums könnten Exporte in Nicht-EU-Staaten, vor allem nach Asien, weitgehend wegfallen. Für den Export nach China beispielsweise muss bislang zertifiziert werden, dass Deutschland ASP-frei ist. Der Handel innerhalb der EU kann jedoch aufrechterhalten werden. Nur für Betriebe in der Umgebung des Fundorts gibt es Einschränkungen. Deutschland ist einer der größten Schweinefleisch-Exporteure Europas.

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In Brandenburg wurden nach Angaben des Landesbauernverbands vom November 2019 rund 750.000 Schweine in etwa 170 Betrieben gehalten. Aus Brandenburg werden Ferkel insbesondere in andere Bundesländer und EU-Staaten exportiert.

kle/ww (rtr, dpa, afp)




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