Vereinte Nationen legen Vorrat für Ebola-Impfstoff an | Aktuell Welt | DW

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Die Vereinten Nationen haben für einen möglichen neuen Ausbruch der gefährlichen Ebola-Seuche einen Impfstoff-Vorrat eingerichtet. An dem Projekt sind neben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF auch die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und Ärzte ohne Grenzen (MSF) beteiligt, wie die Organisationen mitteilten.

Impfvorrat wird nach und nach aufgebaut

Der Vorrat mit 500.000 Dosen soll in in der Schweiz lagern. Bis diese Menge zusammengekommen ist, werde es jedoch einige Jahre dauern, sagte Seth Berkley, der Chef der internationalen Impfallianz GAVI. Die in Genf ansässige Allianz ist eine öffentlich-private Partnerschaft und hilft dabei, die Hälfte aller Kinder der Welt gegen einige der tödlichsten Krankheiten zu impfen. Zusammen mit der WHO ist sie auch federführend bei den Bemühungen, bis Ende des Jahres COVID-19-Impfstoffe für 20 Prozent der Bevölkerung in jedem Land zu beschaffen und zu verteilen.

Behandlung von Ebola-Infizierten im Kongo (2019)

Behandlung von Ebola-Infizierten im Kongo (2019)

Mit dem gelagerten Ebola-Impfstoff sollen Regierungen im Falle eines Ausbruchs innerhalb von 48 Stunden Zugriff auf den Impfstoff des US-Unternehmens Merck, Sharp & Dohme haben, um die Bevölkerung zu schützen. Das Mittel ist in den USA, der Europäischen Union sowie acht afrikanischen Ländern und von der WHO zugelassen. Damit wurden in Guinea und im Kongo schon mehr als 350.000 Menschen geimpft. Das Vorratslager führt UNICEF. Die Organisation kümmert sich bereits um Bestände von Impfstoffen gegen Cholera, Meningitis und Gelbfieber-Impfstoffe.

Extrem hohe Sterblichkeitsrate

Zuletzt war der Kongo in Zentralafrika mehrmals von Ebola betroffen. Der jüngste Ausbruch wurde erst im November 2020 für beendet erklärt. Mehr als 2200 Menschen kamen dort seit 2018 durch die Krankheit ums Leben. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate bei Ebola liegt bei etwa 50 Prozent, kann aber bei manchen Epidemien auf 90 Prozent ansteigen, so die WHO.

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Die Symptome sind schwerwiegend: hohes Fieber und Muskelschmerzen, gefolgt von Erbrechen und Durchfall, Hauterscheinungen, Nieren- und Leberversagen, innere und äußere Blutungen. Ebola ist hoch ansteckend. Der bislang folgenschwerste Ebola-Ausbruch ereignete sich 2014 und 2015 in Westafrika. Dort starben mehr als 11.000 Menschen.

as/AR (dpa, afp)




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