Viele Tote bei Gefechten mit Taliban-Kämpfern | Aktuell Welt | DW

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Bei Gefechten mit radikalislamischen Taliban sind in Afghanistan mindestens 19 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden. Fünf weitere seien bei dem stundenlangen Schusswechsel in der nordöstlichen Provinz Tachar verwundet worden, sagte ein Behördensprecher. Ein Bezirksgouverneur äußerte die Befürchtung, die Gegend könne jederzeit in die Hände der Taliban fallen.

Bereits am Wochenende waren mehrere Angriffe der Islamisten gemeldet worden. So wurden in der zentralafghanischen Provinz Urusgan mindestens fünf Polizisten bei einer Attacke auf einen Kontrollposten getötet. Im Norden des Landes fielen mindestens neun Zivilisten Gewalthandlungen der Taliban zum Opfer.

Tote in Nord-Wasiristan

Auch im Nachbarland Pakistan wurden Sicherheitskräfte mutmaßlich von Islamisten attackiert. Nach offiziellen Angaben gab es bei einem Gefecht in der Region Nord-Wasiristan aufseiten der Angreifer mindestens fünf Tote. Auch ein pakistanischer Soldat ist demnach unter den Opfern. In der Region sind verschiedene islamistische Gruppen aktiv, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida und den Taliban in Verbindung stehen.

Beginn der „Frühjahrsoffensive“?

In den vergangenen Jahren hatten die Taliban in Afghanistan regelmäßig eine sogenannte Frühjahrsoffensive angekündigt. In diesem Jahr gab es noch keine offizielle Erklärung der Gruppe. Als Vorbereitung innerafghanischer Friedensgespräche hatten die USA mit den Taliban Ende Februar in der katarischen Hauptstadt Doha ein Abkommen unterzeichnet. Es sieht einen Abzug der internationalen Truppen sowie einen Gefangenenaustausch vor. Die Regierung in Kabul war nicht daran beteiligt worden. Später gab es offizielle Gespräche zwischen afghanischen Regierungsvertretern und den Islamisten, die aber nach kurzer Zeit abgebrochen wurden. In den vergangenen Tagen hatten die Taliban 60 Gefangene freigelassen. Die Regierung hatte im Gegenzug mehrere Hundert Taliban auf freien Fuß gesetzt. Doch ungeachtet dieser Annäherung hält die Gewalt im Land an.

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jj/sti (dpa, afp, ap)




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