Viele Tote nach Brand in Rohingya-Lager | Aktuell Asien | DW

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Bei einem Großbrand in mehreren zusammenhängenden Rohingya-Flüchtlingslagern in Bangladesch sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 550 Flüchtlinge wurden verletzt, etwa 400 weitere werden noch vermisst, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Mindestens 10.000 Behausungen seien zerstört worden, rund 45.000 Menschen seien ohne Obdach.

Ein derart verheerendes Feuer habe er “in diesen Lagern noch nie gesehen”, sagte der Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Bangladesch, Johannes van der Klaauw. In dem betroffenen Gebiet hatten mindestens 150.000 Menschen gelebt.

Serie von Bränden

Es handelte sich bereits um den dritten Brand binnen vier Tagen, wie ein Feuerwehrmann berichtete. Die Ursache für das Feuer ist unklar. Den Behörden zufolge hatten die Flammen von einem der insgesamt 34 Lager auf andere übergegriffen. Laut UNHCR wurden auch medizinische Zentren und Versorgungspunkte zerstört.

Bangladesch Rohingya Flüchtlingslager

Die Ursache des Großfeuers ist noch unklar

Die überfüllten Camps in Cox’s Bazar erstrecken sich über 3000 Hektar. In dieser Gegend leben fast eine Million Rohingya-Flüchtlinge – meist unter verheerenden Bedingungen in Zelten oder Bambusbaracken. Viele Angehörige der muslimischen Minderheit waren im Jahr 2017 vor einer Militäroffensive aus Myanmar geflohen. Cox’s Bazar gilt als größtes Flüchtlingscamp weltweit.

Die Vereinten Nationen bezeichnen die Verfolgung der Rohingya in ihrer Heimat als anhaltenden Völkermord. Viele verloren durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft. Das Militär von Myanmar steht wegen ihrer Verfolgung international in der Kritik.

wa/jj/rb (dpa, afp, rtr, kna)




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