Vier Jahre Haft für Aung San Suu Kyi | Aktuell Asien | DW

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Details zu dem Verfahren vor einem Sondergericht in Myanmars Hauptstadt Naypyidaw sind nicht bekannt, Journalisten waren nicht zugelassen. Die Verurteilung der entmachteten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi zu vier Jahren Haft gab Junta-Sprecher Zaw Min Tun bekannt. Die 76-Jährige sei wegen des Aufrufs zur Gewalt und wegen des Verstoßes gegen Corona-Auflagen schuldig gesprochen worden. Suu Kyi war nach ihrer Festnahme von der herrschenden Militärjunta mit einer Reihe von Anschuldigungen überzogen worden. 

So werfen die Militärs der Friedensnobelpreisträgerin von 1991 auch den illegalen Besitz von Funkgeräten vor. Zudem muss sie sich wegen Korruption und Verrats von Staatsgeheimnissen verantworten. Die Verfahren werden international als politisch motiviert kritisiert.

Mehr als 1300 Todesopfer und über 10.000 Festnahmen

Seit dem Putsch der Militärs vom Februar versinkt Myanmar in Gewalt und Chaos. Bei Protesten gegen die Junta sind seither nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 1300 Menschen getötet und mehr als 10.000 festgenommen worden.

Seine Machtübernahme in dem südostasiatischen Land hatte das Militär mit angeblichem Betrug bei der Parlamentswahl 2020 begründet. Aus der Abstimmung vom November vor einem Jahr war Suu Kyis Partei „Nationale Liga für Demokratie“ (NLD) mit einem deutlichen Sieg hervorgegangen.  

se/sti (afp, bbc, rtr, epd)




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