Vulkan-Gefahr: Millionenstadt Goma wird geräumt | Aktuell Afrika | DW

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Aus Angst vor einem bevorstehenden erneuten Ausbruch des Vulkans Nyiragongo haben die Behörden in der Demokratischen Republik Kongo eine Teil-Räumung der Millionenstadt Goma angeordnet. Der Militärgouverneur der Nord-Kivu-Region gab über den offiziellen TV-Kanal RTNC die Räumung von zehn Bezirken bekannt. Generalleutnant Kongba Constant begründete das mit wissenschaftlichen Daten, die auf eine erneute Eruption des Vulkans hindeuteten.

Nur das Nötigste mitnehmen!

Es gebe zudem die Gefahr, dass heiße Lava auf dem Boden des Kivu-Sees giftige Gase freisetze, so der Offizier weiter. Die Behörden würden Transportmöglichkeiten für die Bewohner organisieren, diese sollten nur das Nötigste mitnehmen.

Kongo | Vulkanausbruch Nyiragongo

Aufnahmen, die über dem Krater des Mount Nyiragongo entstanden, zeigen die vulkanische Aktivität

Zehntausende Menschen versuchten am Donnerstagmorgen, sich in Sicherheit zu bringen, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Schon nach der Eruption des Vulkans am Samstag hatten Einwohner ihre Häuser in Panik verlassen; viele waren über die Grenze ins benachbarte Ruanda geflohen. Ein Teil der Lava hatte sich Richtung Goma gewälzt, stoppte dann aber 300 Meter vor dem Flughafen der Grenzstadt. Bisher werden nach Angaben der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) noch immer 40 Menschen vermisst. Rund 20.000 Menschen seien obdachlos geworden.

Andauernde Erdstöße

Die Agentur hatte in den vergangenen Stunden auf andauernde Erdstöße und Aschewolken hingewiesen. Die Schließung der Flughäfen von Goma und der Nachbarstadt Bukavu erschwerten humanitäre Hilfsmaßnahmen. Drei Dörfer und ein Vorort von Goma wurden von der Lava zerstört.

Der Vulkan befindet sich im Virunga-Nationalpark nahe der Grenze zu Ruanda. Der Mount Nyiragongo brach zuletzt 2002 aus. Lava zerstörte damals große Teile Gomas. Rund 250 Menschen wurden getötet, 120.000 obdachlos.

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ml/wa (dpa, afp)




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