Waffenruhe im Nahost-Konflikt in Kraft | Aktuell Nahost | DW

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Nach einem elftägigen Schlagabtausch zwischen militanten Palästinensern im Gazastreifen und der israelischen Armee ist eine Waffenruhe in Kraft getreten. Diese begann vereinbarungsgemäß am Freitagmorgen um 02.00 Uhr Ortszeit (01.00 Uhr Mitteleuropäische Zeit, MESZ). 

Seitdem wurden keine neuen Raketenangriffe auf Israel mehr gemeldet. Auch dessen Militär stellte seine Luftschläge gegen Ziele im Gazastreifen ein. Sowohl die israelische Regierung als auch die radikalislamische Hamas sprachen allerdings eine Warnung aus: Sollte sich die Gegenseite nicht an die von Ägypten eingefädelte Vereinbarung halten, sei die Waffenruhe umgehend hinfällig.

Ägypten dankt Biden 

In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere Staaten – darunter auch Deutschland – um ein Ende der Raketen- und Luftangriffe bemüht. Der ägyptische Staatschef Abdel Fattah al-Sisi dankte ausdrücklich US-Präsident Joe Biden für seine Rolle bei der Durchsetzung der Initiative aus Kairo. Man habe die Dringlichkeit gesehen, den neu aufgeflammten Nahost-Konflikt mit Diplomatie zu bewältigen.

UN-Generalsekretär António Guterres betonte, nun müsse es um einen raschen Wiederaufbau und eine Wiederaufnahme von ernsthaften Gesprächen gehen. Die Vereinten Nationen würden Israel und die Palästinenser dabei unterstützen, erklärte Guterres in New York. 

“Nicht verhandelbar”

Am Donnerstag war Bundesaußenminister Heiko Maas in den Nahen Osten gereist. Dabei stellte er sich erneut mit aller Deutlichkeit an die Seite des jüdischen Staates. “Für uns ist die Sicherheit Israels, genauso die Sicherheit aller Jüdinnen und Juden in Deutschland, nicht verhandelbar”, sagte Maas. Sein israelischer Kollege Gabi Aschkenasi bedankte sich für die Solidarität Deutschlands. Maas kam zudem mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Benny Gantz und Staatspräsident Reuven Rivlin zusammen. Später traf er dann in Ramallah im Westjordanland auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

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Der Konflikt war am 10. Mai mit Raketenangriffen der im Gazastreifen herrschenden Hamas auf Jerusalem eskaliert. Israel reagierte darauf mit massiven Angriffen in dem Küstengebiet. Seit Beginn des Konflikts sind nach Angaben des israelischen Militärs mehr als 4000 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden, wobei zwölf Menschen ums Leben kamen. Bei mehr als 1000 israelischen Luftangriffen starben nach palästinensischer Darstellung mindestens 230 Menschen. 

wa/mak (dpa, rtr, afp)




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