Wahltag in den USA | Aktuell Amerika | DW

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Nach einem langen, harten und zum Teil unschönen und spektakulären Wahlkampf in Corona-Zeiten sind mehr als 200 Millionen Amerikaner aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Schafft der republikanische Amtsinhaber Donald Trump in letzter Sekunde die Trendwende oder kann sich sein demokratischer Kontrahent Joe Biden – wie in Umfragen vorhergesagt – durchsetzen?  Die Wahllokale in den US-Bundesstaaten an der Ostküste haben geöffnet.

Da sich die USA über mehrere Zeitzonen erstrecken, dauert die Abstimmung. Die letzten Wahllokale in Alaska sind bis 6.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) am Mittwoch geöffnet, auf den Aleuten noch eine Stunde länger, bis 7.00 Uhr MEZ.

Für fast 100 Millionen US-Bürger ist die Wahl bereits erledigt. Sie haben per Briefwahl oder in vorabgeöffneten Zentren bereits in den vergangenen Wochen ihre Stimme abgegeben. Das entspricht rund 70 Prozent der im Jahr 2016 bei der Präsidentenwahl insgesamt abgegebenen Stimmen.

Wegen der vielen Briefwahlstimmen und einer damit verbundenen längeren Auszählung ist unklar, ob es noch in der Wahlnacht einen Sieger geben wird. Erste vorläufige Ergebnisse einzelner Bundesstaaten werden frühestens in der kommenden Nacht ab 1.00 Uhr MEZ erwartet.

US Wahl 2020 Wahllokal in Atlanta (Chris Aluka Berry/REUTERS)

Wahlhelfer schwören in einem Wahlokal in Atlanta, die Abstimmung korrekt zu begleiten

Der Blick am Wahltag richtet sich auf die sogenannten “Swing States” wie Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und Florida, bei denen nicht feststeht, ob der Kandidat der Republikaner oder der Demokraten siegen wird. Trump liegt in Umfragen sowohl landesweit als auch in mehreren “Swing States” hinter Biden. Seine Wiederwahl ist dennoch nicht ausgeschlossen. Aufgrund des Wahlsystems kann auch der Kandidat mit den meisten Stimmen aus der Bevölkerung unterliegen, wenn er nicht genug Wahlleute hinter sich vereint. Um die Wahl zu gewinnen, braucht ein Kandidat mindestens 270 Stimmen der Wahlleute.

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Kuriosum in New Hampshire

Die erste Entscheidung der US-Präsidentenwahl ist bereits gefallen: Biden hat die Abstimmung in dem kleinen Örtchen Dixville Notch in New Hampshire mit fünf zu null Stimmen gegen Trump gewonnen.

Das winzige Dorf im Nordosten der USA läutet traditionsgemäß die Präsidentschaftswahl in den USA ein. Dass man so früh wählen darf, liegt an einem Gesetz in New Hampshire. Es erlaubt Gemeinden mit weniger als 100 Einwohnern, sowohl bei den Vorwahlen als auch bei der Präsidentenwahl schon um Mitternacht ihr Wahllokal zu öffnen. Damit sollte Eisenbahnarbeitern die Möglichkeit gegeben werden, wählen zu gehen, sich aufs Ohr zu legen und dann pünktlich zur Arbeit anzutreten. Die Abstimmung wird aber eher als Kuriosum und nicht als Leitwert für den Rest der Nation gesehen.

qu/as (dpa, afp, rtr, ap)




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