Warnungen trotz sinkender Corona-Inzidenz | Aktuell Deutschland | DW

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Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 3254 neue Positiv-Tests. Das sind 1663 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 20,8 von 22,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 107 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.491.

Zweitimpfung ist wichtig

Die sinkenden Infektionszahlen sind das eine, die Sorge vor der Zukunft das andere. Der Virologe Christian Drosten warnt bereits vor Rückschlägen für die Corona-Impfkampagne über den Sommer in Deutschland. Man müsse aufpassen, dass die Menschen künftig nicht nachlässig würden und sich zum Beispiel die Zweitimpfung nicht mehr abholten, weil sie keine Lust mehr hätten oder es zu kompliziert sei, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité in seinem NDR-Podcast. “Das wird, glaube ich, die nächste große Aufgabe sein.”

Deutschland Virologe Christian Drosten

Der Virologe Christian Drosten warnt vor Impf-Muffel im Sommer (Archivbild)

Drosten erwartet demnach in einigen Wochen eine Diskussion über die Förderung der Impfbereitschaft. Ziel seien mindestens 80 Prozent Zweifachimpfungen, zumindest in der “impffähigen erwachsenen Bevölkerung”, erinnerte er. Dies werde hoffentlich bis Ende August, Mitte September erreicht werden. Das Augenmerk müsse im Moment noch auf der Versorgung der Menschen ab Mitte 40 liegen, so Drosten. Aktuell liegt der Anteil der vollständig Geimpften in der Bevölkerung bei knapp 22 Prozent. 

Der Kampf gegen Virusvarianten

Dass die Impfkampagne nicht ins Stocken gerät, ist für den Wissenschaftler auch vor dem Hintergrund der als besorgniserregend eingestuften Virusvarianten wichtig: Die zunächst in Indien entdeckte Mutante Delta oder ähnliche Varianten würden “sicherlich bis zum Herbst hier auch das Feld dominieren”, sagte Drosten. Es gelte, bis dahin für eine möglichst hohe Impfquote bei Erwachsenen zu sorgen.

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Bundesbehörden stoppen betriebliche Impfungen

Bei Bundesbehörden sind die betrieblichen Impfkampagnen ins Stocken geraten. So können die Impfungen in rund 20 Bundesbehörden nicht wie geplant beginnen. Als Grund gibt das Bundesinnenministerium nicht akzeptable Vertragskonditionen mit dem Bonner Unternehmen “BAD Gesundheitsvorsorge” an, wie NDR, WDR und “Süddeutsche Zeitung” berichten.

Bundesministerium des Innern in Berlin

Das Bundesinnenministerium hat die betrieblichen Impfungen in Bundesbehörden vorerst gestoppt

Konkret sei es um die Stornierungsfristen von Impfterminen gegangen. Die Beschäftigten müssten nun länger auf ihre betriebliche Impfung warten. Das Ministerium hatte demnach mit rund 70.000 Impfungen kalkuliert. Betroffen sind unter anderem der Verfassungsschutz und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Die BAD GmbH betreut nach eigenen Angaben in Europa 280.000 Betriebe mit vier Millionen Beschäftigten.

Opposition erhöht Druck auf Spahn

Unterdessen erhöht die Opposition den Druck auf Gesundheitsminister Jens Spahn. Der Bundestag befasst sich heute mit den Vorwürfen gegen den CDU-Politiker im Zusammenhang mit möglicherweise minderwertigen Schutzmasken. Beantragt wurde die Aktuelle Stunde von der Linksfraktion, die in ihrem Antrag von einem “erneuten Maskenskandal um Gesundheitsminister Spahn” spricht. Die Angelegenheit hatte zuletzt auch zu scharfen Auseinandersetzungen in der großen Koalition geführt – die Union warf der SPD unfaire Angriffe auf Spahn vor.

nob/ml (dpa, afp, rtr, sueddeutsche.de)




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