Weiterer blutiger Angriff in der Sahelzone | Aktuell Afrika | DW

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In den Staaten der Sahelzone werden die terroristischen Gruppierungen immer aggressiver. Wie jetzt bekannt wurde, haben am Samstag mutmaßliche Islamisten eine internationale Armeebasis in Niger attackiert. Mindestens 79 Angreifer und 29 Soldaten kamen ums Leben, wie ein Armeeoffizier mitteilte.

Auf Motorrädern waren die bewaffneten Angreifer zu Hunderten auf den Stützpunkt Fianto in der Region Tillabéri zugerast, um das Gelände zu stürmen. Es handelt sich um eine Basis der so genannten G5-Sahel, in der Mauretanien, Niger, Mali, Tschad und Burkina Faso gemeinsam gegen Aufständische in der Sahelregion kämpfen.

Bisher hat sich noch niemand zu dem Angriff bekannt, aber es gibt eine Reihe bewaffneter Gruppen, die in Niger und anderen Ländern der Sahelzone aktiv sind. Einige haben dem Terrornetzwerk Al-Kaida oder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ die Treue geschworen. 

Mali Bankass | Ausgebrannter Bus nach Bewaffnetem Angriff

In Mali hatten am Freitag mutmaßliche Dschihadisten einen Lastwagen mit Zivilisten beschossen

Am Freitag waren bei einer Terrorattacke auf einen mit Zivilisten besetzten Lastwagen in Mali mindestens 31 Menschen getötet worden. Mindestens 17 Menschen waren bei dem Angriff nahe der Ortschaft Songho verletzt worden, wie die malische Übergangsregierung mitteilte.

In Niger mit seinen rund 25 Millionen Einwohnern kommt es immer wieder zu schweren Anschlägen, insbesondere in den Grenzregionen zu Mali. In den wüstenähnlichen Weiten außerhalb der Städte hat die Regierung kaum Kontrolle. Diese Schwäche wird nicht nur von dschihadistischen Gruppen, sondern auch von kriminellen Netzwerken wie Menschenhändlern ausgenutzt.

Die „G5 Joint Force“ war 2017 gegründet worden, um die fünf Sahelländer bei dem Bemühen zu unterstützen, in ihren gemeinsamen Grenzregionen Ordnung zu schaffen. In Mali hat Deutschland rund 1300 Soldaten stationiert. Etwas mehr als 300 sind für die europäische Ausbildungstruppe EUTM Mali abgestellt, die anderen für den UN-Stabilisierungseinsatz MINUSMA.

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uh/fab (dpa, afp)




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