Weniger Ausländer in Deutschland eingebürgert | Aktuell Deutschland | DW

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Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhielten im vergangenen Jahr rund 110.000 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft. Das waren etwa 19.000 weniger als 2019. Gründe für den Rückgang waren unter anderem die sinkende Nachfrage britischer Bürger nach einem deutschen Pass sowie die Folgen der Corona-Pandemie.

Das nachlassende Interesse britischer Staatsbürger an einer Einbürgerung machte laut Bundesamt etwa die Hälfte des Rückgangs aus. Im vergangenen Jahr wurden nur noch 4900 Briten eingebürgert. Das waren zwei Drittel oder etwa 9700 weniger als im Jahr davor. 2019 war ein Höchststand bei den Einbürgerungen britischer Bürger in der Bundesrepublik erreicht worden. Die Entwicklung hing mit dem Brexit zusammen.

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Darüber hinaus machten sich in der Einbürgerungsstatistik auch die Folgen der Corona-Pandemie bemerkbar, wie die Nürnberger Behörde weiter erklärte. Diese habe zu längeren Wartezeiten und weniger Antragsbearbeitungen in den zuständigen Behörden geführt. Würden die Einbürgerungen britischer Bürger hinausgerechnet, ergebe sich immer noch ein Rückgang von acht Prozent gegenüber dem Jahr 2019.

Ein Viertel kommt aus Ländern der EU

Eingebürgert wurden Menschen aus 173 Staaten. Den größten Anteil mit rund einem Viertel hatten Menschen aus der EU. Die meisten davon waren Rumänen. Es folgten Briten, die 2020 noch zur EU gehörten, sowie Polen. Von außerhalb der EU wurden wie in den Vorjahren am häufigsten Türkinnen und Türken eingebürgert. Diese Personengruppe schrumpfte im Vorjahresvergleich aber stark um 38 Prozent auf 11.600.

Eine deutliche Steigerung gab es laut Bundesamt bei der Zahl der Einbürgerungen von Syrern. Sie erhöhte sich 2020 um 74 Prozent auf nunmehr 6700. In den kommenden Jahren dürfte sie nach Einschätzung der Statistiker weiter steigen, da immer mehr Schutzsuchende der Jahre 2014 bis 2016 inzwischen die Voraussetzungen für eine Einbürgerung in Deutschland erfüllen.

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uh/kle (dpa, afp, rtr)




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