Westfälischer Friedenspreis für Einigung im mazedonischen Namensstreit | Aktuell Europa | DW

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Der ehemalige griechische Ministerpräsident und der aktuelle nordmazedonische Regierungschef sind mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet worden. Die wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe ehrte damit Alexis Tsipras und Zoran Zaev in Münster für ihre Einigung im mazedonischen Namensstreit und die dadurch entstandene Stabilität auf dem Balkan.

Mazedonien hatte im Februar 2019 den Staatsnamen in Republik Nordmazedonien geändert. Damit wurde ein über drei Jahrzehnte erbittert geführter Konflikt zwischen den Nachbarn beigelegt. Griechenland hatte den Landesnamen Mazedonien nicht akzeptiert, weil eine Region im Norden Griechenlands so heißt. 

“Griechenland und Nordmazedonien haben mit dem Abschluss des Prespa-Abkommens unter Ihrer beiden Führung einen bemerkenswerten Maßstab gesetzt”, sagte der lettische Staatspräsident Egils Levits in seiner Laudatio. Er vertritt die baltischen Staaten, die 2018 mit dem Preis ausgezeichnet worden sind. Levits sagte, bei den jetzigen Preisträgern seien drei Leitideen umgesetzt worden: der Wille zum Frieden, die kritische Selbstreflexion und Europa als Raum für das friedliche Zusammenleben. Zuvor hatte die Jury ihre Entscheidung damit begründet, dass die beiden Politiker “ein Kunststück der Diplomatie” geschafft und ganz erheblich zur Stabilität in der gesamten Region des Balkans beigetragen hätten.

Nord-Mazedonien Besuch griechische Premierminister Alexis Tsipras mit Zoran Zaev

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Die Umweltschutzorganisation “Plant-for-the-Planet” wurde mit dem Jugendpreis und damit mit der Hälfte des Preisgeldes von 100.000 Euro für den Kampf gegen den Klimawandel ausgezeichnet.

Der Preis 2020 ist wegen der Corona-Pandemie mit einem Jahr Verspätung vergeben worden. Der Westfälische Friedenspreis wurde 1998 zum 350. Jubiläum des Westfälischen Friedens von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe gestiftet. Seitdem wird er alle zwei Jahre an zwei Preisträger verliehen, die laut WWL ein Vorbild für Friedensarbeit in Europa und der Welt sind. Er erinnert an das Ende des Dreißigjährigen Krieges, das 1648 in Münster und Osnabrück beschlossen wurde.

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2012 erhielt Altkanzler Helmut Schmidt den Preis

Unter den bisherigen Preisträgern sind die Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) und Helmut Kohl (CDU), der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan, der frühere tschechische Präsident Václav Havel und der Dirigent Daniel Barenboim. 2018 wurden drei baltische Staaten und die Pfadfinder ausgezeichnet.

as/se (dpa, epd, wikipedia, www.wirtschaftliche-gesellschaft.de)

 




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