WHO erteilt indischem Corona-Impfstoff Notfallzulassung | Aktuell Welt | DW

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den ersten Corona-Impfstoff aus Indien anerkannt. Sie erteilte dem Präparat Covaxin der Firma Bharat Biotech eine Notfallzulassung, wie die WHO in Genf bekanntgab. Das Vakzin sei „besonders gut für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen geeignet, da es einfach gelagert werden kann“. 

Zwei Dosen für Menschen ab 18

Covaxin wird aus einem inaktivierten SARS-CoV-2-Antigen hergestellt. Der Impfstoff wird vom Hersteller für Menschen ab 18 Jahren empfohlen. Es sollen zwei Dosen im Abstand von vier Wochen verabreicht werden. Das Präparat ist in Indien – mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern zweitbevölkerungsreichstes Land der Welt – schon weit verbreitet.

Damit haben nun inzwischen sieben Mittel die Notfallzulassung der UN-Organisation: neben Covaxin auch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Johnson&Johnson, Sinopharm und Sinovac. Die Prüfung des russischen Impfstoffs Sputnik V ist noch nicht abgeschlossen.

Die WHO-Notfallzulassung hat keine Relevanz für Länder oder Regionen mit eigenen Regulierungsbehörden wie die EU oder die USA. Sie prüfen Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien selbst und entscheiden dann über eine Zulassung. Staaten, die keine derartigen Behörden haben, verlassen sich aber bei der nationalen Zulassung auf die WHO. Auch UN-Organisationen können solche Impfstoffe dann kaufen und einsetzen.

78 Prozent Wirksamkeit

Die WHO empfiehlt allen Ländern, die Impfung mit Stoffen, die eine Notfallzulassung der Gesundheitsorganisation haben, bei Reisenden anzuerkennen. Im Fall von Covaxin hätten die technischen Experten festgestellt, dass der Nutzen einer Impfung deutlich größer sei als mögliche Nebenwirkungen, teilte die WHO weiter mit. Die Wirksamkeit liege bei 78 Prozent, diejenige des Biontech/Pfizer-Impfstoffs bei mehr als 90 Prozent.

sti/uh (afp, ap, dpa, rtr)

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