Zahlreiche Festnahmen bei Protesten in Myanmar | Aktuell Asien | DW

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Die jüngsten Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in Myanmar sollen nach Korrespondentenberichten die schlimmsten seit drei Wochen sein. Nach Augenzeugenberichten setzte die Polizei Gummigeschosse, Tränengas und Wasserwerfer ein. Mehr als 140 Menschen seien festgenommen worden. Lokalreporter filmten die chaotischen Szenen. Auf den live im Online-Dienst Facebook übertragenen Aufnahmen war zu hören, wie Schüsse fallen.

In den Städten Rangun und Mandalay hätten die Einheiten auf Protestierende geschossen, mindestens drei Journalisten seien festgenommen worden, meldete das Nachrichtenportal Myanmar Now. Auch in den beiden Städten Monywa und Magway in Zentral-Myanmar habe die Polizei weitere Journalisten verhaftet, die am Samstag per Livestream über die dortigen Proteste gegen das Militärregime berichtet hätten, hieß es weiter.

Kardinal Charles Bo, Erzbischof von Rangun, erinnert an die Pressefreiheit. “Exakt in Zeiten wie diesen wird eine freie Presse am dringendsten gebraucht”, twitterte der katholische Geistliche.

Militär-Junta zieht UN-Botschafter ab

Am Freitag hatte sich der Myanmars Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York in einer Rede vor der UN-Vollversammlung gegen die Putschregierung gestellt. Als “Vertreter der demokratisch gewählten Zivilregierung” von Myanmar forderte Kyaw Moe Tun die internationale Gemeinschaft zum “stärkstmöglichen Handeln” auf, “um die Unterdrückung unschuldiger Menschen zu stoppen, die Macht wieder dem Volk zu geben und die Demokratie wiederherzustellen.” Nach Angaben des Staatsfernsehens von Myanmar wurde Tun nach seiner Rede von der Militär-Junta seines Amtes enthoben.

Myanmar Min Aung Hlaing

Der Chef der Militär-Junta in Myanmar, Min Aung Hlaing

Am 1. Februar hatte das Militär die demokratisch gewählte Regierung Myanmars gestürzt. Seitdem befinden sich Regierungschefin Aung San Suu Kyi und andere hochrangige Politiker in der Gewalt der Armee. Junta-Chef Min Aung Hlaing begründete den Putsch mit angeblichen Unregelmäßigkeiten bei der Parlamentswahl vom 8. November 2020, die Aung San Suu Kyi und ihre Partei, die Nationale Liga für Demokratie, klar gewonnen hatten. Die Armee löste die Gewaltenteilung auf und übertrug die legislative, exekutive und judikative Macht auf General Min Aung Hlaing.

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hf/kle (rtr, afp, kna)




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