Zahlreiche Länder fordern Taliban zu Waffenruhe auf | Aktuell Asien | DW

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Insgesamt 15 diplomatische Missionen und die Vertretung der NATO haben die Taliban zu einem Waffenstillstand aufgerufen. In ihrem Statement kritisieren die Diplomaten die militärische Offensive der Taliban als einen „direkten Widerspruch“ zum Friedensprozess in der katarischen Hauptstadt Doha. Kurz zuvor war in Doha eine weitere Verhandlungsrunde zwischen der afghanischen Regierung und den Aufständischen ohne Ergebnis beendet worden.

In der Erklärung der Länder heißt es weiter, die Taliban sollten der Welt mit dem Waffenstillstand zeigen, dass sie sich dem Friedensprozess verpflichtet fühlten. In der Vergangenheit hatten die Taliban vor dem Opferfest wiederholt eine zeitlich begrenzte Waffenruhe ausgerufen und erklärt, die Afghanen sollten die Feierlichkeiten friedlich begehen können. In diesem Jahr gab es eine solche Ankündigung nicht. Das mehrtägige Fest beginnt am morgigen Dienstag.

Die Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban sind bisher ohne Ergebnis geblieben.

Die Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban sind bisher ohne Ergebnis geblieben.

Taliban versuchen wieder, Macht in Afghanistan zu gewinnen

Derweil bauen die Taliban im Norden des Landes ihre Machtposition weiter aus. Heftige Kämpfe gingen dort auch am Wochenende weiter. Angesichts dieser Entwicklung haben Russland und Turkmenistan in den vergangenen Tagen ihre Truppen an der Grenze zu Afghanistan verstärkt.

Heute besuchte Afghanistans Präsident Aschraf Ghani die Stadt Herat im Osten des Landes, um sich ein Bild von der Situation zu machen.In der Provinz, die an Iran angrenzt, sind bereits 17 von 19 Distrikte in die Hände der Aufständischen gefallen. In der vergangenen Woche hatten zahlreiche Länder ihre Staatsangehörigen aus Afghanistan evakuiert.

Seit Monaten häufen sich in Afghanistan auch Anschläge auf Mitarbeitende humanitärer Organisationen, Universitätsdozenten und -dozentinnen, Medienschaffende, weibliche Staatsangestellte, Menschenrechtsaktivisten und Kritiker der Taliban. Vor dem Hintergrund des Abzugs der internationalen Truppen, der Ende August abgeschlossen sein soll, verstärkt sich die Sorge um das Schicksal des Landes.

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bru/sti (afp / dpa)




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