Zehn Leichen vor Regierungsgebäude in Zentralmexiko gefunden | Aktuell Amerika | DW

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Das Auto sei am frühen Morgen (Ortszeit) auf dem noch weihnachtlich geschmückten zentralen Platz der Stadt Zacatecas abgestellt worden, der Fahrer sei geflohen, teilte Gouverneur David Monreal in einem Facebook-Video mit. Die Verletzungen der Toten deuteten darauf hin, dass sie vor ihrer Ermordung mit Schlägen traktiert worden seien.

Die Gewalt im Bundesstaat Zacatecas und dessen gleichnamiger Hauptstadt geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Gangs, die in Drogenschmuggel, Schutzgelderpressung und Benzindiebstahl verwickelt sind. Nach Medienangaben ringen in der Region das Sinaloa-Kartell, das Kartell Jalisco Nueva Generación und das Kartell Los Talibanes um die Kontrolle über die illegalen Geschäfte. Viele der Banden unterhalten Beziehungen zu Politik und Sicherheitskräften.

Seit Monaten erlebt der Bundestaat eine Welle der Gewalt. Erst vor wenigen Tagen waren ein Polizeichef und zwei Polizisten der Stadt Loreto entführt und später tot aufgefunden worden. Im November waren in der Ortschaft San Pedro Piedra Gorda die Leichen von zehn Männern entdeckt worden. Neun der Opfer hingen an einer Brücke. Ein weiterer Toter lag auf der Straße darunter.

Mehr als 90 Tötungsdelikte pro Tag in Mexiko

Seit rund 15 Jahren leidet Mexiko unter der massiven Gewalt zwischen mächtigen Drogenkartellen und anderen kriminellen Gruppen. Seit der damalige Präsident Felipe Calderón Ende 2006 begann, den sogenannten Drogenkrieg militärisch zu bestreiten, fielen diesem etwa 350.000 Menschen zum Opfer. Weitere rund 96.000 gelten als verschwunden.

Die meisten Taten werden nie aufgeklärt. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Morde in dem amerikanischen Land um gut vier Prozent auf 33.410 – laut vorläufigen Zahlen, die Präsident Andrés Manuel López Obrador vorstellte. Das sind rund 92 Morde pro Tag. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2020 wurden in Deutschland 245 Morde bekannt.

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qu/mak (dpa, ap)




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