Zehn Tote nach zweitem Anschlag in Somalia | Aktuell Afrika | DW

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Nach Angaben eines hochrangigen Militärs und lokaler Medien haben Kämpfer der radikalislamischen Al-Shabaab den Armeestützpunkt Gofgudud Burey bei Baidoa überfallen. Zunächst soll sich ein Angreifer mit seinem Auto in die Luft gesprengt haben. Anschließend lieferten sich die Terroristen Gefechte mit Soldaten. Bei dem Überfall sollen zehn Menschen getötet worden sein, darunter sieben Angreifer.

Die Basis Gofgudud Burey liegt im Landesinneren, rund 220 Kilometer von der Hauptstadt Mogadischu entfernt. Dort hatte die dem islamistischen Terrornetzwerk Al-Kaida nahe stehende Miliz bereits am Vortag einen blutigen Angriff durchgeführt. Bei der Attacke auf das am Lido-Strand von Mogadischu gelegene Elite-Hotel wurden 17 Menschen getötet, darunter fünf Angreifer. Das berichtete der Chef der örtlichen Ambulanz.

Das Hotel wurde offenbar nicht zufällig ausgewählt. Es geriet ins Visier der Terroristen, weil es dem Parlamentsabgeordneten und früheren Finanzminister Abdullahi Mohamed Nor gehört, der enge Kontakte zu Regierungsmitgliedern pflegt. Dadurch wurde es zu einem beliebten Treffpunkt von Politikern und Journalisten.

Hilfskräfte bringen einen Verletzten ins Madina-Krankenhaus in Mogadischu (Foto: Reuters/F. Omar)

Hilfskräfte bringen einen Verletzten ins Madina-Krankenhaus in Mogadischu

Anschlag nach demselben Muster

Nach Angaben von Polizei und Regierung gingen die Extremisten am Sonntag nach ähnlich vor wie bei der Militärbasis: Zunächst zündete ein Selbstmordattentäter eine Autobombe vor dem Eingang. Anschließend stürmten die bewaffneten Extremisten das Gebäude.

Gut drei Stunden lang lieferten sich die Angreifer Schusswechsel mit Sicherheitskräften und der Polizei. Das traurige Ergebnis: 17 Tote. Darunter zwei Mitarbeiter der Regierung sowie drei Sicherheitsleute des Hotels. Mindestens 28 Personen wurden verletzt.

Die Terrormiliz Al-Shabaab versucht seit 2008, die international anerkannte und von den USA unterstützte Zentralregierung in Mogadischu zu stürzen. Weite Teile im Süden und Zentrum des Landes sind in fester Hand der Islamisten.

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djo/sti (dpa, rtr)




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