Zentrale Einheitsfeier startet in Potsdam | Aktuell Deutschland | DW

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In der katholischen Propsteikirche St. Peter und Paul der brandenburgischen Landeshauptstadt warnte Berlins Erzbischof Heiner Koch vor einer weiteren gesellschaftlichen Polarisierung in Deutschland: “Schnell können die Menschen ihre Demokratie verkommen lassen und die Lebensformen der Demokratie verschleudern” mahnte der Bischof in seiner Rede zum Einheitsjubiläum.

Kann gefährlich werden

Koch fügte hinzu: “Auch wenn die freiheitlich-demokratische Grundordnung ohne jeden Zweifel die beste ist, die Deutschland in seiner Geschichte je hatte, so ist doch diese Demokratie kein Selbstläufer.” Die deutsche Gesellschaft müsse wieder stärker für ihre Demokratie eintreten und Anfeindungen konsequent entgegentreten. Es dürfe das “Wir miteinander” nicht zu einem “Wir gegen die” umkippen, sonst werde es gefährlich.

Der evangelische Landesbischof Christian Stäblein nannte die Wiedervereinigung eine “faszinierend schöne Geschichte”. Er dankte “all den vielen auf dem Weg der Einheit”. Zugleich räumte Stäblein ein, das Zusammenkommen von Menschen sei “ein langer Prozess.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst soll um 12.00 Uhr der zentrale Festakt in der Potsdamer Metropolis-Halle beginnen. Hauptredner ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Unter den Teilnehmern der Feierlichkeiten sind die Spitzen der Verfassungsorgane: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD), Verfassungsgerichts-Präsident Stephan Harbarth und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Zudem nehmen mehrere Ministerpräsidenten und Landtagspräsidenten aus den Bundesländern teil.

Der Charakter der Einheitsfeiern musste wegen der Corona-Pandemie stark verändert werden, viele geplante Veranstaltungen wurden abgesagt oder umgeplant. Statt großer Massen-Events gab es über vier Wochen hinweg in der Potsdamer Innenstadt eine Einheits-Expo, deren Finale an diesem Wochenende erfolgt.

haz/mak (afp, dpa)




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