Zwei Kandidaten bei Präsidentschaftswahl im Iran werfen hin | Aktuell Asien | DW

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Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl im Iran haben zwei der sieben zugelassenen Kandidaten ihre Bewerbung zurückgezogen. Der frühere Gouverneur der Provinz Isfahan, der gemäßigte Mohsen Mehralisadeh, habe seinen Rückzug in einem Brief an das Innenministerium mitgeteilt, berichtete das staatliche Fernsehen.

Mehralisadeh war nach Angaben des iranischen Umfrageinstituts Ispa der Kandidat mit den schlechtesten Aussichten. Er kam demnach noch nicht einmal auf ein Prozent in den Umfragen. Mit dem Rückzug Mehralisadehs wird der Ex-Notenbankchef Abdolnasser Hemmati gestärkt, der ebenfalls zu den gemäßigten Pragmatikern gehört.

Nun nur noch fünf Kandidaten

Auch der Parlamentsabgeordnete und Hardliner Aliresa Sakani tritt dem TV-Bericht zufolge nun doch nicht an. Damit bewerben sich bei der Präsidentschaftswahl am Freitag nach derzeitigem Stand noch fünf Politiker, bis auf Hemmati gehören sie alle dem Lager der Hardliner an. Amtsinhaber Hassan Rohani, ein gemäßigter Pragmatiker, darf nach zwei Amtszeiten in Folge nicht mehr kandidieren.

Wahlkampf in Teheran | Foto von Ebrahim Raisi und Ayatollah Ali Chamenei

Ebrahim Raisi (r) – hier mit seinem Mentor Ali Chamenei – gilt bei der iranischen Präsidentschaftswahl als Favorit

Die größten Chancen werden dem schiitischen Geistlichen und Justizchef Ebrahim Raisi eingeräumt. Dieser hatte bereits bei der Wahl vor vier Jahren 38 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Zu Raisis Konkurrenten gehören Mohsen Resai, der frühere Chef der Revolutionsgarden, und der ultrakonservative ehemalige Atom-Chefunterhändler Sajed Dschalili.

Ursprünglich mehr als 300 Bewerber

Der Wächterrat hatte ursprünglich über mehr als 300 Bewerber zu befinden. Der moderat-konservative Ex-Parlamentspräsident Ali Laridschani, der Chefunterhändler des Atomabkommens, durfte überraschenderweise nicht antreten. Die Macht des Präsidenten im Iran ist indes begrenzt, über ihm steht der auf Lebenszeit ernannte geistliche Führer Ayatollah Ali Chamenei. Und der lässt keinen Zweifel daran, dass Raisi sein absoluter Wunschkandidat ist. 

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sti/gri (afp, rtr)




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